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Das ist der Preis für die folgende Bewertung: Yaure Frauensitz, 2001



Beschreibung : [ African Tribal Art ] YAURE FRAUENSITZ Elfenbeinkuste Holz, Windrisse, Gebrauchspatina, Bestossungen. H: 20cm Provenienz: Belgische Privatsammlung Zwischen einem Menschen und seinem Hocker besteht kein Geheimnis ( Akan Sprichwort). Nebst der primaren Verwendung als Sitz gelten die in personlichem Besitz befindlichen Zeremonialhocker bisweilen als Aufenthaltsort der Seele des jeweiligen Eigentumers und werden deswegen nach seinem Ableben in einem Schrein aufbewahrt. CHF E800-1 200.- Euro E520-780 Allgemeine Gedanken zur Kunst der Baule (Auszug aus einem Essay von Jean L. David, erschienen in Baule, Galerie Walu, Zurich, 2001) Ohne schone Dinge konnen wir nicht leben - diese Bekenntnis eines Baule konnte auch aus dem Munde eines westlichen Kunstliebhabers stammen. Sich mit reizvollen Objekten zu umgeben war den Baule in der Republik Elfenbeinkuste ein ahnlich grundlegendes Anliegen wie westlichen Sammlern afrikanischer Kunst. Diese Lebensauffassung der Baule ausserte sich in fein gearbeiteten Ritualfiguren ebenso wie in liebevoll verzierten Gebrauchsgegenstanden. Kaum waren afrikanische Skulpturen von der westlichen Welt als Kunst entdeckt und geschatzt gehorten Masken und Figuren der Baule zu den bei Sammlern begehrtesten Stucken. Denn gerade die Baule zeigen in ihrem asthetischen Empfinden eine starke Ahnlichkeit mit dem an den klassischen Idealen der europaischen Antike geschulten Geschmack und Blick. Werke der Baule werden daher seit Generationen von westlichen Kunstliebhabern haufig als eingangiger empfunden als solche aus anderen Regionen Afrikas, gelten als ansprechender und wohlproportionierter. Diese Skulpturen wurden zum Massstab fur die Qualitat afrikanischer Schnitzereien. Und obwohl sich in den letzten Jahrzehnten der Blick fur afrikanische Kunst erweitert und der europaische Geschmack verandert hat, bilden Werke der Baule nach wie vor ein Herzstuck dieses Kanons. Meisterhaft geschnitzt in einem fur Afrika eher ungewohnlichen idealisiert-naturnahen Stil, erscheinen uns viele ihrer Skulpturen ruhig, in sich gekehrt, wurdig und harmonisch. Erst ein zweiter Blick enthullt eine gewollte Asymmetrie etwa dass eine Narbenverzierung oder eine Frisur mit Absicht seitenungleich gestaltet ist - als bewusst eingesetztes Stilmittel, das eine unterschwellige Spannung erzeugt, deren Faszination man sich nur schwer entziehen kann. Bei Sammlern wegen ihrer asthetischen Vorzuge und Formen hochgeschatzt, zahlen bei den Baule selbst nicht nur die sichtbaren, sondern gerade auch die unsichtbaren Qualitaten der Objekte. Fur sie stehen die emotionsgeladenen Krafte der Figuren und Masken im Mittelpunkt. Die Skulpturen beziehen ihre Spannung aus der Anwesenheit der spirituellen Essenz, die von den sichtbaren Qualitaten der Objekte nicht zu trennen ist. Some reflections on the art of the Baule people (Extract from an Essay by Jean L. David, published in Baule, Galerie Walu, Zurich, 2001) We cannot live without beautiful things - this declaration by a Baule could come straight from the mouth of a Western art-lover. Surrounding themselves with attractive objects is as fundamentally important to the Baule people of the Ivory Coast as it is for Western collectors of African art. This Baule concept of life is expressed in both finely worked ritual figures and lovingly ornamented everyday utensils. No sooner had the Western world discovered and valued African sculptures as art than Baule masks and figures featured among the items most coveted by collectors, for the aesthetic perceptions of the Baule have a strong affinity with tastes and views formed by the classical ideals of European antiquity. For generations of Western art-lovers, therefore, works by the Baule are often felt to be more easily understood than their counterparts from other parts of Africa, and are considered to be more appealing and better proportioned. Baule sculptures came to be regarded as a benchmark for the quality of African carving in general, and although in the last few decades our view of African art has grown wider, and European tastes have changed, works by the Baule people are still at the heart of the African canon. Many of their sculptures, expertly carved in what for Africa is a rather unusual idealized and naturalistic style, appear calm, inward-looking, dignified and harmonious. Only a second glance reveals a certain asymmetry - a decorative scar, perhaps, or a hairstyle which is intentionally different on the two sides of the head. This asymmetry is deliberately exploited to create tension, exerting a fascination from which it is difficult to break free. While these objects are highly valued by collectors for their aesthetic merits and forms, to the Baule themselves their worth lies in invisible as well as visible qualities. For them, the emotionally charged force of the figures and masks is the focal point. The sculptures derive their tension from the presence of a spiritual essence which is inseparable from their visible features.
Preis: 0.00 USD 🔓Keine Kreditkarte nötig.
Schätzung (niedrig/hoch) : 0 EUR-0 EUR 🔓Keine Kreditkarte nötig.

Über das Lot Chargen- 28
Titel : Yaure Frauensitz, EPOCHE : 2001
Größe : H: 20cm
Koller Auctions, Auktionator 🔓Keine Kreditkarte nötig.
Verkaufstitel : Tribal Art
Verkaufsdatum : 26/06/2004 🔓Keine Kreditkarte nötig.
Auktionsreferenz : Live Sale

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